Vergleich Matterport Pro2 und Leica BLK360

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Matterport Pro2 und Leica BLK360 sind Teamplayer sind. Jedes System ist dafür gedacht den anderen zu ergänzen. Einen Kurzüberblick finden Sie in diesem Beitrag.

Hier sollen zwei Touren sowie die Ergebnisse verglichen werden, um Ihnen Stärken und Schwächen an einem praktischen Beispiel zu erläutern.

Als erstes gehen wir auf die interaktive 3D-Tour ein. Nachfolgend sehen Sie das gleiche Objekt aufgenommen mit der Matterport Pro2 3D als auch mit dem Leica BLK360. Wir möchten Sie einladen einfach mal durch beide Modelle parallel zu navigieren und sich die Unterschiede der 360 Ansichten sowie in der Dollhouse Ansicht anzuschauen. Die hoffentlich gewonnen Eindrücke werden wir dann weiter unten auf der Seite aufarbeiten.

Interaktive 3D-Tour aufgenommen mit der Matterport Pro2 3D

142 Aufnahmen, davon 37 Scans im Außenbereich,
die Aufnahmen im Außenbereich erfolgten nachdem die Sonne tief stand

Interaktive 3D-Tour aufgenommen mit dem Leica BLK360

105 Aufnahmen, davon 17 im Außenbereich aufgenommen ohne Berücksichtigung direkter Sonneneinstrahlung da unproblematisch.

Dollhaus bzw. 3D-Meshmodell

Wir bereits erwähnt, misst die Matterport nur bis maximal 4,5 Meter und der BLK360 bis zu 60 Meter. Entsprechend werden Objekte mit dem BLK360 vollständiger vermessen. Leider nutzt die Matterport Cloud jedoch nicht die volle Reichweite vom BLK360. Nachfolgend möchten wir Ihnen den Unterschied an zwei Screenshots erläutern.

Nördliche Fassadenansicht (im Schatten) aufgenommen mit der Matterport Pro2 3D.

Man sieht schön, wie das Modell mit zunehmender Höhe fehlerhafter wird. Hier werden also die Grenzen der Distanzmessung sichtbar. Eine Messung zur Traufkante ist nicht möglich. Bei genauerer Betrachtung werden auch Fehlmessungen im oberen Bereich der Fenster sichtbar.

Nördliche Fassade aufgenommen mit dem Leica BLK360.

Bei der Aufnahmen mit dem BLK360 wird die Dachtraufe des Gebäudes komplett erfasst. Dollhaus sowie Mesh-Modell sind deutlich detaillierter als bei der Matterport Kamera. Bitte betrachten Sie die Dollhouse (Pupenhaus) Ansichten beider Touren.

XYZ-Punktwolke aus dem Matterpak

Vergleich der Punktwolke beider Systeme. Beide Punktwolken wurden vollautomatisch über die Matterport Cloud registriert und verarbeitet. Eine manuelle Nachbearbeitung entfällt dabei komplett.

Haben Sie noch keinen Matterport Cloud Account? Gerne richten wir Ihnen einen kostenlosen Testzugang ein. Mehr Infos zu my.matterport finden Sie hier.

Schon auf den ersten Blick können Sie erkennen, dass die Fassade nur im unteren Bereich der Fassade erfasst wurde. In der Dollhouse Ansicht "scheinen" die inneren Wände nach außen durch. Auch lassen sich Messfehler an Fenstern und z.B. an schmalen Türzargen erkennen. Ecken werden leicht abgerundet abgebildet.

Wenn es aber darum geht, den Innebereich sowie die wesentliche Maße einer Bestandsaufnahme zu ermitteln, liefert die Matterport ziemlich beeindruckende Ergebnisse in kürzester Zeit. Dieses Objekt wurde beispielsweise in 142 Standorte x 20 Sekunden erfasst. In Summe waren das mit Kaffee trinken und auf Odin (der Hund) aufpassen eine gute Stunde.

Beim BLK360 wurde die Traufhöhe vollständig erfasst. Hier kann der BLK360 seine höhere Reichweite ausspielen. Durch die höhere Reichweite können die Abstände zwischen den Scans vergrößert werden. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Scans in Summe entsprechend. Insbesondere bei größeren Hallen bzw. Veranstaltungsräumen ist der BLK360 zu empfehlen.

Jedoch muss man auch erheblich mehr Zeit einplanen. Eine Aufnahme ohne HDR benötigt ca. 2:45min, also 8 mal so lange wie eine Matterport Aufnahme. Nun verstehen Sie sicher auch, warum wir die Kombination beider Systeme empfehlen. Odin ist nach 1 Stunde stiften gegangen. Es war einfach zu langweilig ;-).

 

DXF-Punktwolken Schnitt aus PinPoint

Die meisten Planer kritisieren den Matterport Grundriss, welcher bei Matterport bestellt werden kann. Hier muss man ganz klar sagen, die durch Matterport erstellten Grundrisse wurden für die amerikanische Immobilien Vermarktung entwickelt. Es geht hierbei darum, dass sich ein potentieller Interssent einen Überblick über den Grundriss verschaffen kann.

Für alle die planerischer mit den Daten arbeiten möchten empfehlen wir die XYZ-Punktwolke direkt oder aber über PinPoint direkt Grundriss bzw. Gebäudeschnitte zu erstellen. Die folgenden beiden Punktwolken Schnitte wurden mit 3 Mausklicks in PinPoint erstellt und sind in fast jedem CAD System weiter verarbeitbar.

Grundsätzlich kann man in der Punktwolke die Grundgeometrien des Objektes erkennen. Man sieht aber auch, wo durch fehlende Messdaten Geometrien fehlen. In der Regel stolpern die Kunden auch über die abgerundeten Ecken. Hier gilt der Hinweis: Linien über die langen Flächen nachzeichnen und dann miteinander verschneiden. Auch Laserscanner Punktwolken Top Laserscanner modelliert man nicht über die Ecken.

Filigrane Objekte lassen sich aus der Matterport Punktwolke nur bedingt ableiten. Werfen Sie mal einen Blick auf ein Türblatt. Hier lässt sich lediglich der Anschlag erkennen. Die Dimensionen des Türblatt selbst können nicht abgeleitet werden.

Die Punktwolke des BLK360 ist homogener, weil einfach mehr Messdaten vorhanden sind. Rein fachlich gesehen, ist die Punktwolke vom BLK360 noch viel viel dichter. Die Details würden hier aber den Rahmen sprengen., als dass was man aus dem Matterpak herunter läd. Die Matterport App bzw. der Cloud Dienst reduziert dei Daten sehr stark um das Datenmanagement kontrollieren zu können. Denoch erkennt man schnell, dass der DXF Grundriss eine super Start für eine einfache Planung ist.

Neben der Cloud Punktwolke können Sie die orginal Messdaten auch direkt vom BLK360 herunter laden. Wie das im Detail funktioniert und was zu beachten ist, erläutern wir Ihnen gerne.

Sonneneinstrahlung

Da direkte Sonnen Einstrahlung das Messsignal der Matterport Kamera absorbieren kann, möchten wir hier die Auswirkungen verdeutlichen. Die Probleme lassen sich oft durch gezieltes Scannen am Vor bzw. Nachmittag vermeiden. Alternativ kann man auch bei bewolktem Himmel scannen. Hier geht aber probieren geht über studieren, da sich der Infrarot-Anteil der Lichtverhälnisse schwer abschätzen lässt.

Beispiel Fassade Messung Matterport und BLK360

Wie man erkennen kann, war der obere Teil der Fassade während der Aufnahme in direktem Sonnenlicht. Entsprechend konnte die Matterport Kamera hier auch keine Messdaten/Punktwolke erzeugen.

Führt man nun eine Streckenmessung durch, kann es passieren, dass die Messung nicht auf der Fassadeoberfläche beginnt sondern auf der inneren Mauerwand. Entsprechend wird hier auch ein falscher Messwert abgegriffen. Überprüfen Sie also stehts Ihre Messungen sinnvoll oder messen gleich im CAD bzw. in PinPoint.

Im zweiten Teil sehen Sie die gleiche Messung auf Basis der Messdaten des BLK360. Da Sonnenlicht keinen Effekt auf die Messungen hat, kann hier auch auf der Fassade gemessen werden.

Unsere Empfehlung lautet deshalb, kombinieren Sie Matterport Pro2 und BLK360 sinnvoll miteinander. Dadurch können Sie die Stärken beider System in einem Matterport Modell nutzen.

 


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